Freitag, 6. Januar 2017

Was bleibt von 2016 privat?

Auch für 2016 will ich wieder auf das private Jahr zurückblicken.

Die Oberland Challenge bin ich wieder mitgelaufen und nachdem ich Anfang des Jahres viel abgenommen habe, bin ich häufig persönliche Bestzeit gelaufen. Bei einem Rennen bin ich sogar aufs Podium gekommen, bei der Endwertung in meiner Altersklasse auf Platz 4. Allerdings waren auch nur 6 Läufer dabei. Dieses Jahr möchte ich wieder mehr abnehmen, habe damit auch angefangen und will daher noch schneller laufen.

Fahrradfahren war ich natürlich auch, diesmal sogar unfallfrei. Über das Wochenende nach Kißlegg und die Tour nach Budweis bzw. Passau habe ich ja schon geschrieben. Anfang Oktober wäre ich eigentlich wieder mit nach Bassano del Grappa gefahren, aber ein Abszess hat mir kurzfristig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Seitdem bin ich auch nicht mehr auf dem Rennrad gesessen, aber ich hoffe wieder auf einen kurzen Winter. 

2016 habe ich „Schlaflos – Die Leiden eines jungen Mannes“ erneut veröffentlicht und sogar einige Rezensionen erhalten. Allerdings habe ich auch etwas mehr Marketing betrieben, als bei den anderen Büchern. Aber immer noch zu wenig. Meine Schriftstellerkarriere kommt noch nicht wirklich ins Rollen. Mit „Der Franzose“ bin ich allerdings schon sehr weit und ich merke, dass ich immer besser schreiben. Die Rückmeldungen zu „Schlaflos“ haben sehr gut getan und so achte ich mehr auf Dialoge. Durch das Schreiben am Buch vernachlässige ich etwas meine Blogs, aber wenn man mal im Flow ist…. Das Recherchieren dauert leider immer eine Weile. Da mein Buch in Frankreich und mittlerweile in Italien zur Zeit des Ersten Weltkrieges spielt, muss ich schon während der Rohfassung viel recherchieren. 

„Der unbekannte Planet – Ein Neuanfang“ habe ich etwas zurückgestellt. Die Rohfassung habe ich schon fertig, aber beim Lesen anderer Bücher kommen mir immer wieder neue Ideen. Das Buch werde ich wohl ziemlich umschreiben müssen. Und Zeichnungen habe ich auch noch keine, aber die werde ich vielleicht von jemand anderes machen lassen.

Beruflich passt es immer noch. Von der Arbeit ist es etwas mehr geworden, aber IT-technisch etwas Anderes machen, werde ich bei der Firma wohl nicht können. Ich warte aber noch ab…Denn noch macht die Arbeit mir Spaß. 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Was bleibt von 2016?

Für 2014 habe ich einen Jahresrückblick geschrieben, aber 2015 ist das völlig untergegangen. Dieses Jahr habe ich aber mal wieder daran gedacht. Was also haben wir von 2016 noch in Erinnerung?

Ganz oben steht Syrien. Der Krieg zieht sich seit 2011 und ich habe das Gefühl, das er jedes Jahr schlimmer wird. Mit Russland und Türkei sind zwei weitere Kriegsparteien dabei, was das Leid der Menschen dort noch mehr vergrößert hat. Zu viele Staaten haben zu viele verschiedene Interessen, als dass in Syrien dieses Jahr Ruhe einkehren könnte. Die Daesh werden zwar zurückgedrängt, aber gehen nun den Weg aller islamistischen Terrororganisationen und verüben nun Terrorakte in Europa. Ein eigener Staat ist für sie in weite Ferne gerückt und nun wollen sie zumindest den Menschen im Westen ihr Leben vermiesen. Solche Terrororganisationen sind meistens destruktiv. 

Terroranschläge wurden auch dieses Jahr verübt. Brüssel, Nizza, Istanbul, Berlin. Natürlich ist es ein Schock und furchtbar für jeden, der dabei war, und für die Angehörigen. Aber es wird keinen hundertprozentigen Schutz geben. Den kann man nicht gewährleisten. Einzeltäter wird es immer geben und nur wenn man die Freiheit komplett aufgibt, kann man vielleicht annähernd 100% erreichen. Aber ist es das wert? 

Der Brexit hat auch für einen kleinen Schock gesorgt. Wer hätte gedacht, dass es wirklich dazukommen wird? Aber die Brexit-Befürworter konnten mit ihren Argumenten mehr Leute überzeugen, als die Brexit-Gegner. Auch wenn die Argumente nicht stimmten, aber sie konnten auch nicht entschlüsselt werden. Auch die Befürworter waren von ihrem Sieg überrumpelt und man hat gemerkt, dass sie selbst nicht daran geglaubt haben. Es gibt keinen Fahrplan für einen Brexit und ob die EU ihre Prinzipien aufgibt, um einen harten Brexit zu vermeiden, wage ich zu bezweifeln. Denn dann könnten noch mehr Dominosteine fallen.

Ein weiterer Schock für viele war der Sieg von Donald Trump bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Aber eigentlich kommt er nicht wirklich überraschend. Zu unbeliebt war Clinton und auch wenn sie mehr Wählerstimmen bekommen hat, so hat sie doch die Wahl verloren. Hier haben es die Demokraten verpasst einen anderen Kandidaten, wie Bernie Sanders zum Beispiel, aufzustellen, der Trump hätte entzaubern können. Nun müssen sich die Demokraten neu finden, um in 4 Jahren wieder zu gewinnen. Bei Trump bin ich mir unsicher, wie seine Präsidentschaft wird. Wird er alles durchsetzen, was er im Wahlkampf versprochen hat? Lassen es die Republikaner zu? Das Jahr 2017 wird es zeigen.

Was war noch? Der Ukraine-Konflikt schwelt weiter, größtenteils unbemerkt von den Medien. Poroschenko wird mir immer unsympathischer, denn nun verbietet er immer mehr Künstler, Filme und andere prorussische Sachen. Hat die Ukraine dies nötig? Zeugt dies von Meinungs- und Pressefreiheit? Die Ukraine muss aufpassen, dass sie nicht zum failed-state wird.

Sportlich gab es die Fußball-EM, die mich aber nicht so begeistert hat, wie die WM. Gefreut haben mich die Erfolge der kleinen Länder, aber dennoch waren es zu viele Mannschaften. 24 sind einfach zu viele. Deutschland hat es irgendwie selbst verbockt. Mich haben die Handspiele im Strafraum überrascht. Das Handspiel von Schweinsteiger gegen Frankreich war halt zu viel. Da konnte man nicht mehr gegensteuern.

Olympia war auch mal wieder, diesmal in Rio. Hier hat man wieder gesehen, dass es für die Staaten immer ein Verlustgeschäft ist und das viele Staaten damit überfordert sind. Die Athletenwohnungen in Rio waren wohl nur supoptimal und was jetzt mit den Sportstätten passieren wird, ist auch noch ungewiss. Sieger ist der IOC, der ordentlich Kohle schaufeln konnte.

In Deutschland wird die Stimmung immer schlechter. Manche warten ja nur darauf, dass der große Knall kommt. Die Massenmedien müssen immer mehr Einbußen hinnehmen, mit Blogs, Facebook- und Twittereinträgen wird Stimmung gemacht. Und auch hier kann dem wenig entgegengesetzt werden, da sowohl Politik als auch die Mainstreammedien zu viel Vertrauen verloren haben. Auf das Jahr 2017 bin ich gespannt.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Aleppo: Obamas Niederlage?

Am 15. Dezember wurde bei SPON ein Artikel über Obama und Aleppo veröffentlicht. Kurz zusammengefasst sagt er aus, dass Obama in Syrien gescheitert ist.
Ich möchte den Artikel nicht detailliert wiedergeben, nur ein wenig kommentieren. Und warum? Weil ich anderer Meinung bin als SPON. Für mich ist die Schlacht um Aleppo keine Niederlage für Obama sondern ein Sieg.
Es ist, besonders in den letzten Jahren, immer über die USA geschimpft worden. Ihre Rolle als Weltpolizei und ihre Angriffskriege, zum Beispiel Grenada, Kosovo, Afghanistan, Irak und Libyen. Die Kriege waren nicht durch das Völkerrecht gedeckt und besonders für den Irakkrieg werden die USA weiterhin gegeißelt. In Libyen haben sie dennoch mit ihrer Luftwaffe eingegriffen, um ein eventuelles Massaker von Gaddafis Truppen an der Bevölkerung und den Aufständischen in Bengasi zu verhindern. Danach zerfiel Libyen und darf derzeit noch zu den failed states gezählt werden.
Dies wollte Obama in Syrien unbedingt verhindern und hat dies auch durchgezogen. In Syrien hätten nur Bodentruppen geholfen, um die gemäßigten Aufständischen zu unterstützen, aber nach dem Irakkrieg wusste Obama, dass sein Volk keinen erneuten Militäreinsatz in der Region wünschte. Als Assad möglicherweise Giftgas einsetzte, wurden seine Vorräte zerstört. Mehr war nicht möglich, trotz einer „roten Linie“, die Obama gezogen hatte.
Nun sehen wir die Bilder aus Aleppo, der zerstörten Stadt, und fragen uns, ob man dies hätte verhindern können. Vielleicht hätten die USA es können, aber dafür hätten sie wieder Krieg führen müssen.  Die Friedensbewegung müsste eigentlich stolz auf die USA sein und jeder andere, der immer noch will, dass Bush und Blair wegen des Irakkriegs vor Gericht müssen, auch.
Obama hat gezeigt, was passiert, wenn die USA nicht eingreifen. So wie damals in Bosnien oder Ruanda. Wenn die USA nicht eingreifen, greift niemand ein. Und dann gibt es halt sehr viele Tote. Nun hat Russland eingegriffen und führt an der Seite von Assad diesen Krieg. Völkerrechtlich ist das natürlich völlig in Ordnung, da Assad, der gewählte Präsident Syriens, um Hilfe gebeten hat. Man könnte allerdings streiten über die Art, wie dieser Krieg geführt wird.
Und für mich stellt sich wieder, beziehungsweise immer noch, die Frage: Was glaubt Assad nach dem Krieg mit Syrien anfangen zu können? Glaubt er, dass er das Land einfach wieder aufbauen kann, die Flüchtlinge kehren zurück und alles wird wie früher? Kann die Bevölkerung diesen Krieg vergessen?
Ich denke nein. Sollte der Bürgerkrieg irgendwann zu Ende sein, wird Assad abtreten müssen. Ist der Graben dann schon zu tief und wird Syrien auseinanderbrechen? Die Zeit wird es zeigen. Momentan steht Obama aber als Sieger da, denn er hat sich erfolgreich aus diesem Krieg herausgehalten, kann die Bilder beruhigt ansehen und hat die USA moralisch wieder etwas aus der Schmuddelecke hervorgeholt.

Samstag, 26. November 2016

Anmerkungen zum Recherchieren

Beim Schreiben von meinem neuen Buch „Der Franzose“ bin ich systematisch vorgegangen. Früh war klar, wie die Geschichte ablaufen sollte und nach und nach kristallisierten sich auch die Einzelheiten heraus. Das Fundament stand also.

Eine größere Schwierigkeit gab es: Die Geschichte spielt ab 1914, also in der Vergangenheit. Größere politische Entscheidungen wie nach dem Attentat von Sarajevo waren kein Problem. Das Internet ist voll mit Infos und ich selbst habe auch genügend Bücher darüber daheim. Auch über den Ersten Weltkrieg selbst gibt es auch genug zu lesen. Da mein Roman aber von der damaligen Wirklichkeit abweicht, musste ich mich auch nicht direkt an die Realität halten. Damalige Persönlichkeiten, wie bestimmte Generäle, kommen bei mir natürlich auch vor, aber die Infos, die ich für meine Geschichte brauche, finde ich auch überall. Selbst von französischen Generälen.

Doch wie sah die Landschaft damals aus? Wie groß waren die Städte und wie sahen sie aus? Wie viele Autos waren unterwegs? Der Großteil des zweiten Teils des Buches spielt in Frankreich und da tue ich mich natürlich schwer. Informationen im Internet sind auf Deutsch sehr schwer zu bekommen. Selbst mit Hilfe vom Google Translator und dann einer Suche auf Französisch finde ich nicht immer das, was ich suche. Aber diese Recherchen kosten eine Menge Zeit und ich kann sie eigentlich erst ausführen, wenn ich mit meiner Geschichte dort bin. Derzeit ist mein Protagonist in der Nähe von Rennes, aber eine frühere Recherche zu der Stadt hat keinen Sinn gemacht, da ich natürlich nicht detailliert wusste, wie ich in die Stadt komme.

Heute, als ich in der Mittagspause im Bett die Geschichte überarbeitet habe, ist mir dann diese eine Frage eingefallen:

Wann sollte ich nach Details recherchieren?

1.       Schon im Voraus, also eigentlich beim Plotten beziehungsweise direkt danach.
2.       Wenn ich mit der Geschichte dort bin, so wie jetzt in Rennes.
3.       Oder bei einer Überarbeitung.

Und ich tendiere mittlerweile zur Antwort Nummer 3. Die Recherchen kosten viel Zeit, aber für den Fortlauf der Geschichte sind sie nicht unbedingt notwendig. Es ist nicht wichtig, ob die Straße dort über den Kanal führt, oder 2 km südlich. Es ist nicht wichtig, ob die Stadt 5000 Einwohner hat oder 10000.

Daher ist für mich nun klar, dass ich den Roman schreibe und bei einer weiteren Überarbeitung (oder mehreren) dann wirklich detailliert recherchiere. Ich habe hier einige Bücher zum Ersten Weltkrieg, aber natürlich keine Lust, wegen Kleinigkeiten dicke Bücher zu wälzen. Also werde ich bei meiner Überarbeitung zwischendurch, die ich auf ausgedrucktem Papier im Bett mache, solche Dinge weglassen und erst bei einer späteren Überarbeitung Details raussuchen. Mich hält das einfach zu sehr auf.

Ist das vernünftig oder falsch?

Samstag, 12. November 2016

USA: Wohin führt der Weg?

Was war das für ein Dienstag? In der Früh habe ich gleich auf meinem Handy in Twitter geschaut und war dann doch sehr überrascht. Die erste Meldung, die ich gelesen hatte, war, dass Trump auch in Florida gewonnen hatte und schon 232 von 270 notwendigen Wahlmännern gewonnen hatte. Auch wenn ich von Hillary Clinton nichts halte und glaube, dass sie keine gute Präsidentin gewesen wäre, hat mich dieser Zwischenstand doch überrascht. Als Trump dann in weiteren Bundesstaaten gewonnen hatte und schlussendlich als designierter Präsident feststand, war ich noch immer perplex. Bei beiden Kandidaten war schon vorher klar, dass nach der Wahl sicherlich keine Freude bei mir aufgekommen wäre. Aber bei Trump weiß ich noch immer nicht, in welche Richtung Amerika wandert.

Bei meinem ersten Beitrag über die Präsidentenwahl am 30. Januar (siehe hier) habe ich noch geschrieben, dass mir Trump mehr Angst machen würde als Clinton. Allerdings auch, dass mir eine Präsidentin Clinton ein Graus wäre. Damals habe ich aber auch nicht geglaubt, dass Trump Kandidat wird. Das hat sich dann erst später herauskristallisiert. Als er dann feststand, kam wieder ein Beitrag von mir (dieser hier), in dem ich mir sicher war, dass der Wahlkampf schmutzig werden würde. So kam es dann auch. Und Trump hat die Wahlen gewonnen, wie er auch die Vorwahlen bei den Republikanern gewonnen hatte: Er hat die anderen auf sein Niveau, seine Art Politik zu betreiben, hinuntergezogen und sie dann geschlagen.

War ein Präsident Trump unvermeidlich?

Nein, das denke ich nicht. Die Republikaner haben schon den Fehler gemacht, ihn und die Stimmung in der Bevölkerung nicht ernst zu nehmen und zu lange seine Art ignoriert. Und die Demokraten? Die werden sich jetzt wahrscheinlich selbst in den Ar… beißen. Von Anfang an wollten sie Clinton als Kandidatin und haben so auch den Vorwahlkampf manipuliert. Clinton sollte erste Präsidentin werden und sie schien als ehemalige First Lady und Außenministerin fachlich die beste zu sein. Doch menschlich war sie die schlechteste Kandidatin. Wenn Bernie Sanders Kandidat gewesen wäre, hätte er wahrscheinlich hoch gewonnen. Aber Clinton war für Trump die ideale Kandidatin. Sie stand einfach für alles, wogegen er von Anfang an Wahlkampf gemacht hatte. Und die Demokraten waren zu blind oder zu arrogant, um dies zu bemerken. Und Clinton hat auch gedacht, dass sie mit ihrer Art einfach den Wahlkampf durchziehen kann. Aber dass sie eine der unbeliebtesten Kandidatinnen, neben Trump, gewesen ist, hatte sie wohl nicht bemerkt. Und es lag bestimmt nicht an Trump, dass Clinton 6 Millionen weniger Stimmen bekam als Obama 2008 und 2012. Nun müssen die Demokraten sich wieder fangen, um in 4 Jahren Trump wieder abzulösen.

Jetzt kommen einige Theorien hoch, die dies anzweifeln. Ein beliebtes Thema ist, dass es, nachdem es schon die ersten Anti-Trump-Demos gibt, bald zu Aufständen oder zu einem Bürgerkrieg kommt, um einen Präsidenten Trump zu verhindern. Auch der Name Baba Wanga schwirrt umher, eine bulgarische Seherin, die angeblich vorhergesehen hat, dass Obama der 44. Präsident wird und der letzte Präsident sein wird. Gut, sie hat auch den Untergang Europas vorhergesehen und andere Dinge, die nicht eingetroffen sind. Aber sie hat wohl eine Quote von 80%, was alle anderen „Seher“ übertrifft. Dennoch bin ich bei so etwas sehr vorsichtig. Ich gehe also davon aus, dass Trump Präsident wird und wohl auch die 4 Jahre bleiben wird.

Was wird Trump alles ändern? Er wird nicht alleine regieren und muss sich natürlich auch mit den Republikanern einigen. Es wird also keine oder nur kaum Gesetzesvorschläge geben, die für die konservative Partei nicht akzeptabel wäre. Obamacare wird eventuell beendet, aber das hätten andere Kandidaten auch gemacht. Auch Abtreibungen, die Homo-Ehe sind nicht unbedingt die Lieblinge der Grand Old Party.  Wenn man sich allerdings das mögliche Kabinett von Trump anschaut, wird einem klar, dass er auch nicht anders ist, als die politische Elite, gegen die er gehetzt hatte. Fest verwurzelte „Politik-Zombies“ wie Gingrich oder Giuliani, Familienangehörige oder Lobbyisten zeugen nicht unbedingt davon, dem Volk die Macht zurückzugeben.

Momentan gibt es viele Demonstrationen gegen Trump, aber er wurde demokratisch gewählt und man sollte die Wahl akzeptieren. Es ist nicht seine Schuld, dass Clinton 6 Millionen Stimmen weniger als vorher Obama bekommen hat. Die Zahl der Wähler ist gesunken und wenn Clinton ihre Anhänger nicht mobilisieren konnte, kann Trump nichts dafür. Die Anti-Trump-Demos werden irgendwann aufhören, momentan ist es eher der Angst vor Trump und einer Ungewissheit vor der Zukunft zuzurechnen. Es kommt wohl auch zu mehr rassistischen Übergriffen auf Latinos, Afroamerikaner und auch auf Moslems. Da weiß ich nicht, wie es vorher war. Wird nun nur mehr darauf geachtet? Oder gibt es diesen Anstieg an Übergriffen wirklich? Liegt es an Trump? Nicht direkt, nehme ich an. Es trauen sich jetzt nur die Rassisten in die Öffentlichkeit. Ein Grundsatz an Fremdenfeindlichkeit war immer da, er ist nun mehr sichtbar. Es ist schade, dass nach 8 Jahre Obama, der eigentlich gut regiert hatte, immer noch so ein Hass auf Minderheiten ist. Trump hat sich dieses nur zunutze gemacht und jetzt gerät der Hass außer Kontrolle. Bleibt zu hoffen, dass er wieder gestoppt werden kann. Aber ich gehe dennoch davon aus, dass kein Bürgerkrieg ausbrechen wird und es nicht zum Kampf zwischen Weiß und den Minderheiten kommen wird. Ich will Trump und seine Wahlkampfaussagen nicht verharmlosen, aber gleich am ersten Tag gegen ihn zu demonstrieren, bevor er überhaupt das Amt angetreten hat, finde ich etwas verfrüht. Wir sollten die ersten Tage oder Wochen abwarten, bevor wir den Weltuntergang herbeirufen.

Ich hoffe, dass die Republikaner Trump etwas einbremsen und dieser selbst vernünftiger ist, als man es bei den Wahlkämpfen hätte denken müssen. An einen Bürgerkrieg glaube ich nicht, allerdings werden sich die USA aber auch die Welt durch Trump ändern.

Dienstag, 1. November 2016

„Die Königin der Elche“ veröffentlicht

Der Vorteil bei einer Kurzgeschichte, die über E-Book Short bei Books on Demand veröffentlicht wird, ist, dass es so schnell geht. Am Samstag habe ich sie in Auftrag gegeben und gestern kurz vor Mitternacht kam die Mail, dass mein E-Book nun zum Vertrieb freigegeben wurden ist. Natürlich habe ich heute gleich bei readfy.com geschaut und da taucht es auch schon beim Schreibcontest auf:

https://www.readfy.com/de/read-my-short/: Der sechste Beitrag unter Fantasy ist meiner: https://www.readfy.com/de/ebooks/92149-die-konigin-der-elche/

Bei anderen Anbietern wie Amazon, Thalia, den Apple iBooks oder bei Google Play taucht es noch nicht auf, aber dies kann auch bis zu 72 Stunden dauern. Nun warte ich auf Rezensionen, natürlich will ich 5 Punkte haben, besonders bei Readfy. Da es 0,- € kostet, hoffe ich natürlich auf viele Leser.

Nachdem die Kurzgeschichte fertig ist, kann ich mich wieder „Der Franzose“ zuwenden. Gestern ist mir dort eine kleine Logiklücke aufgefallen, die ich aber kreativ umschifft habe. Beim NaNoWriMo2016 mache ich zwar nicht mit, möchte aber natürlich im November dennoch so viel wie möglich schreiben.

Samstag, 29. Oktober 2016

Read my short – Kurzgeschichte in Auftrag gegeben

Nachdem ich selbst die Kurzgeschichte am Samstag überarbeitet habe, habe ich am 23.10. die Lektorin angeschrieben und ihr die Geschichte zwei Tage später zugesandt. Schon am 26.10. hatte ich diese lektoriert zurück und habe sie mir die letzten Tage mehrmals durchgelesen.

Gestern wollte ich sie schon bei BOD als Ebook Short veröffentlichen, allerdings gab es immer Fehlermeldungen. Auch heute habe ich im IE den Fehler bekommen und es einfach mal mit dem Firefox probiert. Und schon bin ich in den EasyEditor reingekommen. Der Rest ging dann schnell und nun ist das Projekt beauftragt. Ich nehme an, dass es in den nächsten Tagen veröffentlicht wird. Bei readfy.com gibt es derzeit 5 Geschichten im Genre Fantasy, aber es ist ja noch viel Zeit bis zum Einsendeschluss.

Das Buch habe ich „Die Königin der Elche“ genannt und für 0,-€ veröffentlicht. Nun heißt es noch kurz warten, bis es veröffentlicht wird und dann werde ich, zumindest am Anfang, jeden Tag schauen, ob jemand meine Geschichte gelesen hat.

Bedanken möchte ich mich bei der Lektorin Kim Heinz (www.lektorat-heinz.de), da sie sehr schnell und sehr gut lektoriert hat. Bei meinen anderen Büchern werde ich mich wahrscheinlich wieder bei ihr melden.

Die vergangene Woche war ich beruflich in der Schweiz, bin also kaum zum Schreiben gekommen. Ich muss daher etwas aufholen, auch in Bezug auf Blogbeiträge. Nun werde ich aber erst einmal mein verlängertes Wochenende genießen.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Read my short – Der Autoren-Contest

Am Samstag gab es im Blog von Books on Demand, http://www.bod.de/fingerprint/, wieder einen neuen interessanten Artikel. Es geht um einen Schreibwettbewerb. Bis jetzt habe ich noch bei keinem mitgemacht, da mir entweder die Themen nicht zugesagt oder die Termine nicht in meine Planung gepasst haben. Bei dem Wettbewerb war es dann aber anders. Drei Genres stehen zur Verfügung: Fantasy, Crime und Romance. Eigentlich sind alle drei nicht unbedingt etwas für mich, aber nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, war mir am Sonntag beim Laufen klar, dass ich eine Fantasy-Geschichte schreiben würde.

Da ich meine Laufstrecke auf 17,5 km erweitert habe, hatte ich 90 Minuten Zeit, mir meine Geschichte zu überlegen. Als ich mich dann Montagabend hingesetzt habe, hatte ich das Thema schon größtenteils im Kopf. Da es nur eine Kurzgeschichte werden sollte, war ich mit dem Plotten relativ schnell durch. Die Geschichte darf maximal 27000 Zeichen haben, was ungefähr 15 Normseiten entspricht.

Nachdem das Grundgerüst stand, konnte ich mit dem Schreiben beginnen und obwohl ich noch nie Fantasy geschrieben habe, ging es fast wie von selbst und Mittwochabend war ich mit der Geschichte fertig. Die erste Fassung habe ich in Word geschrieben und dann in Papyrus überarbeitet. Leider bin ich momentan bei 27552 Zeichen, da muss ich also noch kürzen. Ich habe mir die Geschichte ausgedruckt und werde sie am Samstag, wenn ich mal wieder in München beim Friseur bin, durchlesen und überarbeiten. Ich weiß, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, aber dennoch habe ich meiner Lebensgefährtin auch die Geschichte ausgedruckt. Sie ist also meine Alpha-Leserin.  Normalerweise sollte man so etwas ja eher „Fremden“ geben.

Ich habe auch noch etwas Zeit mit der Veröffentlichung denn eigentlicher Start vom Wettbewerb war heute und bis zum 20.01.2017 hat man Zeit. Die Geschichte muss als E-Book Short bei Books on Demand veröffentlicht werden und die Leser bei Readfy bewerten die Geschichten. Detailliertere Infos gibt es unter http://www.bod.de/read-my-short.html und https://www.readfy.com/de/read-my-short/?utm_source=bod&utm_medium=referral&utm_campaign=readmyshort.

Die Geschichte werde ich für 0,- € anbieten und hoffe dann natürlich auf viele Leser/innen und Bewertungen. Beim Namen habe ich eine Weile überlegt und bin derzeit bei „Die Königin der Elche“ gelandet. Wahrscheinlich wird es auch dabei bleiben. Eine potenzielle Lektorin habe ich mir schon rausgesucht. Wenn ich die Geschichte am Wochenende überarbeitet habe, werde ich sie anschreiben. Ich möchte die Geschichte so früh wie möglich veröffentlichen, da dann natürlich mehr Menschen diese lesen können.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Polizei-Skandal in Sachsen

Endlich wieder ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker und diejenigen, die diese Theorien gerne lesen. Jaber Albakr, der angeblich einen Terroranschlag geplant hatte, hat sich gestern in der Leipziger Haftanstalt selbst umgebracht.

Letzten Samstag hatte die Polizei seine Wohnung gestürmt und dabei 1,5 Kilogramm hochgefährlichen Sprengstoff gefunden. Er selbst konnte fliehen und auch seine Festnahme sorgte schon für Spekulationen. Am Montag wurde er festgenommen, nachdem drei seiner Landsleute ihn erkannt und überwältigt hatten. Er hatte nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht und in der Wohnung haben sie ihn dann erkannt. Schon da kamen aus der Ecke der besorgten Bürger Einwände, warum die Syrer ihn gefesselt haben (http://www.danisch.de/blog/2016/10/11/syrische-helden). Ich stelle mir dabei vor, wie groß der Aufschrei gewesen wäre, wenn sie ihn hätten laufen lassen und er hätte einen Anschlag durchgeführt. Und woher sollen syrische Flüchtlinge sich mit unseren Gesetzen auskennen, wenn sie kein vernünftiges Deutsch sprechen? Hauptsache man kann gegen Ausländer und/oder den Staat pöbeln. Die rechte Ecke hat jetzt leider mit der AfD eine Vertreterin bekommen und daher bekommt man deren (subtile) Hetze vermehrt mit.

Laut den ersten Berichten hat sich Albakr mit seinem Hemd erhängt. Seine Zelle war zwar immer wieder betreten worden, allerdings später nur noch alle 30 Minuten. Eine Videoüberwachung ist wohl gesetzlich verboten. Allerdings hätte es ein Posten vor der Tür auch getan. War es nicht erst vor kurzem bei Middelhoff, der sich beklagt hatte, dass ständig Beamte seine Zelle betreten haben, da bei ihm Suizidgefahr bestand. Nun schlägt der Pendel wieder in die andere Richtung. Diesmal war die Zeit zu lang zwischen den Besuchen.

Insgesamt ist das alles sehr schlecht verlaufen. Zum einen war Albakr im Sommer in der Türkei gewesen, obwohl er als Flüchtling nur innerhalb von Europa hätte verreisen dürfen. Es scheint, als hätte er noch einen anderen Pass gehabt. Die Observierung vom Haus war auch stümperhaft, da die Anwohner die Polizisten bemerkt hätten. Da hätte man vorher vielleicht „Tatort“ schauen sollen. Der Zugriff schlug fehl, da die Beamten wohl eine Ausrüstung von 35kg tragen mussten. Anderseits sollte doch das SEK für so etwas ausgebildet sein oder irre ich mich da? Nach dieser Flucht konnte Albakr unbemerkt mit dem Zug fahren und das stundenlang. Eine Vernehmung gestaltete sich aufgrund von Sprachschwierigkeiten etwas schwer, ein Dolmetscher wurde nicht geholt. Und gestern der Suizid….

Jetzt werden wahrscheinlich die Theorien hochkochen, dass Albakr von den Amis oder Verfassungsschutz gesteuert war oder zumindest geduldet, um stärkere Sicherheitsgesetze durchzubringen. Der Tod vom Verdächtigen hilft doch auch nur den Sicherheitsbehörden, eine Aufklärung wird nicht stattfinden. „Da stinkt doch irgendwas drei Meilen gegen den Wind.“
Ich bin gespannt, was nun passiert. Auf alle Fälle wird sich die Polizei in Sachsen erklären müssen. Denn das ist das, was passiert ist. Ein jämmerliches Versagen der Behörden in Sachsen, eine unfähige Regierung und eine Polizei, die einen Fehler nach dem anderen macht. Da müssen doch „Köpfe rollen“. Leider ist die nächste Landtagswahl erst 2019. Da können die besorgten Bürger über links-grün-versiffte Gutmenschen schimpfen, die Konservativen sind auch nicht besser. Hilft halt nur die AfD. (Achtung, Ironie!)

Die Verschwörungstheoretiker werden hoffentlich nun viele neue Theorien finden. Auf die besorgten Bürger ist bestimmt Verlass….

Samstag, 8. Oktober 2016

Rezension zu „Die amerikanische Revolution“ von Michael Hochgeschwender

Das Buch habe ich mir erst am 30. September gekauft, habe es aber nicht geschafft, am Wochenende durchzulesen. Samstag habe ich zwar über 80 Seiten geschafft, dafür Sonntag und Montag aber die Mittagspausen genutzt zum Schlafen. Die Grippe war am Freitag schon wieder vorbei, dafür hatte ich eine schmerzhafte Schwellung im Gesicht, die sich am Dienstag als Abszess herausstellte. Also durfte ich vom Dienstag bis Freitag im Krankenhaus bleiben, habe aber dafür das Buch durchgelesen. Und zu Hause am Freitag gleich die Rezension angefangen.

Außergewöhnliches Buch über die amerikanische Revolution

4. Juni 1776. Dieses Datum sagt wohl jedem etwas. Washington und Jefferson sind auch noch bekannt und seit dem Film „Der Patriot“ mit Mel Gibson weiß man, dass die Briten die Bösen waren und die Amerikaner die Guten. Doch dann hört es auch schon auf. Das Buch von Michael Hochgeschwender ist hervorragend geeignet jede Wissenslücke über die amerikanische Revolution zu schließen.

Sehr erfreulich ist, dass das Buch schon im Jahr 1754 beginnt und die Situation der Kolonien seitdem aufzeigt. Im ersten Kapitel werden auch der sieben-, beziehungsweise neun-, jährige Krieg beschrieben, die Expansionsgelüste der Siedler und die politische Umgebung der Whigs und Tories sowohl in Großbritannien als auch in den Kolonien.

Im zweiten Kapitel wird Boston, ein Unruheherd seit 1700, näher beleuchtet, ebenso wie der Stamp Act und dessen Aufhebung. Das gesamte Kapitel beschreibt die Geldsorgen vom Mutterland und den Zwiespalt der Amerikaner zwischen der Loyalität zum Königshaus und dem Gefühl britisch zu sein und dem Willen nach Gleichberechtigung. Stichwort: No Taxation without Representation.
Das dritte Kapitel behandelt den Unabhängigkeitskrieg selbst, von der Unabhängigkeitserklärung, über einen Überblick über die Armeen der Siedler, Tories und der Briten und natürlich dem Kriegsverlauf bis zum Frieden von Paris 1783.

Im vierten Kapitel schreibt der Autor über die Nebenschauplätze des Krieges. Dies beinhaltet einen Überblick über die Situation der Frauen, Indianer und Schwarze, aber auch über den Tross der Armeen, Verwundungen und Krankheiten und einen Überblick über die Situation der Tories, der Kriegsverlierer, nach dem Krieg.

Das letzte Kapitel handelt von den Nachwirkungen der Revolution, wie die Ausbreitung des Alkoholismus, der zweiten evangelikalen Erweckungsbewegung und der Schuldendauerkrise. Zusätzlich wird der Verfassungskonvent 1787 in Philadelphia beschrieben, die beiden Parteien „Federalist“ und „Anti-Federalist“, der Kauf Louisianas 1803 und der Krieg gegen Großbritannien 1812.

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Das Buch ist leicht zu verstehen, umständlich ist, dass fast durchgängig die englischen Begriffe wie „Wild Geese“, „philosophe“, „frontier“ oder „common law“ genutzt werden, wobei dies wohl eher der Übersetzung geschuldet ist.  Es ist nur wenig Vorwissen nötig, Michael Hochgeschwender schreibt detailliert über jedes Thema, das interessant für dieses Buch ist.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne, da es sehr detailliert die amerikanische Revolution mit jedem Aspekt beschreibt. Für jemanden, der sich über die Geburt der Vereinigten Staaten von Amerika informieren möchte, ein absolutes Muss.

Am Freitag habe ich bei Hugendubel in München kein Buch gefunden, allerdings am Nachmittag in Murnau in der Buchhandlung Rupprecht. „Licht aus dem Osten: Eine neue Geschichte der Welt“ von Peter Frankopan habe ich gefunden und heute in der Mittagspause angefangen zu lesen. Die Thematik hat sich sehr interessant angehört: Eine Geschichte der Welt aber nicht aus Sicht von Europa, sondern aus dem Nahen und Mittleren Osten. Nach den ersten 58 Seiten bin ich allerdings etwas enttäuscht, da die ersten Jahrhunderte nur überflogen werden. Mesopotamien, Alexander der Große, Han-Dynastie, Rom, alles wird nur kurz angerissen, da hoffe ich, dass es später noch detaillierter wird.